Mehr Google-Bewertungen zu bekommen fühlt sich für viele Kleinunternehmer schwierig an. Sie möchten Ihre Kunden nicht nerven und sind unsicher, was Sie sagen dürfen. Die gute Nachricht: Um Bewertungen zu bitten ist völlig in Ordnung – Google erlaubt es ausdrücklich. Sie müssen es nur auf die richtige Art und Weise tun. Hier ist ein einfacher, ehrlicher Leitfaden, der Ihnen dabei hilft.
Was Google tatsächlich erlaubt
Googles Bewertungsrichtlinien besagen, dass Sie Kunden darum bitten dürfen, eine Bewertung zu hinterlassen. Was Sie nicht dürfen: sie unter Druck setzen, bezahlen oder ihnen vorschreiben, was sie schreiben sollen. Sie dürfen weder einen Rabatt, ein Gratisprodukt noch eine andere Belohnung im Austausch für eine Bewertung anbieten. Sie dürfen auch nicht ausschließlich Ihre zufriedenen Kunden ansprechen – das nennt sich „selektive Anwerbung" und ist laut Googles Richtlinien verboten. Fragen Sie alle, nicht nur die, von denen Sie sich eine positive Meinung erwarten.
Die besten Momente zum Nachfragen
Das Timing spielt eine große Rolle. Fragen Sie, wenn das Erlebnis noch frisch ist und der Kunde sich gut fühlt. Hier sind einige natürliche Situationen, die sich dafür eignen:
- Direkt nachdem eine Dienstleistung abgeschlossen ist. Ein Friseur nach dem Haarschnitt, ein Mechaniker beim Zurückgeben der Schlüssel, ein Café-Besitzer beim Überreichen der Bestellung – das sind natürliche Momente.
- Wenn ein Kunde etwas Positives sagt. Wenn jemand sagt „Das Essen war fantastisch" oder „Ich liebe dieses Produkt", ist das der perfekte Moment zu sagen: „Vielen Dank – würden Sie das vielleicht auf Google teilen? Das hilft uns wirklich sehr."
- An der Kasse oder am Ende eines Besuchs. Eine einfache, freundliche Erwähnung beim Abschied reicht völlig aus.
Fragen Sie niemanden, der gehetzt, verärgert oder gerade mitten in einem Gespräch wirkt. Lesen Sie die Situation richtig.
Einfache Formulierungen, die Sie wirklich verwenden können
Viele Inhaber machen sich Sorgen, was sie sagen sollen. Halten Sie es kurz und ehrlich. Sie brauchen kein auswendig gelerntes Skript. Hier sind einige schlichte Beispiele:
- „Wir sind ein kleines Unternehmen und Google-Bewertungen helfen uns wirklich weiter. Wenn Ihnen Ihr Besuch gefallen hat, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns eine kurze Bewertung hinterlassen."
- „Wären Sie bereit, Ihre Erfahrung auf Google zu teilen? Es dauert etwa eine Minute und bedeutet uns sehr viel."
- „Kein Druck – aber falls Sie einen Moment Zeit haben: Eine Google-Bewertung hilft anderen, uns zu finden."
Diese Formulierungen sind ehrlich, kurz und lassen dem Kunden die Entscheidung vollständig selbst. Genau das ist es, worauf es ankommt.
Einfache Möglichkeiten, Ihren Bewertungslink zu teilen
Zwingen Sie Ihre Kunden nicht dazu, selbst nach Ihnen auf Google zu suchen – machen Sie es ihnen leicht. Mit dem Google Unternehmensprofil können Sie einen Kurzlink erstellen, der direkt auf Ihre Bewertungsseite führt. Diesen finden Sie in Ihrem Google-Unternehmensprofil-Dashboard. Sobald Sie ihn haben, können Sie ihn:
- auf einer kleinen Karte mitgeben, die Sie Kunden am Ende eines Besuchs überreichen
- in Ihre E-Mail-Signatur oder auf Quittungen einfügen
- in eine Nachricht nach einer Buchung oder Lieferung einbauen
- als QR-Code ausdrucken und an Ihrem Tresen oder auf Ihren Tischen platzieren
Ein QR-Code ist besonders praktisch. Kunden können ihn mit ihrer Handykamera scannen und gelangen direkt auf Ihre Bewertungsseite. Es gibt kostenlose Online-Tools, mit denen Sie jeden Link in einen QR-Code umwandeln können.
Was Sie vermeiden sollten
Einige Dinge sollten Sie unbedingt unterlassen, weil sie entweder gegen Googles Regeln verstoßen oder schlicht nicht funktionieren:
- Bieten Sie keine Belohnungen an. Kein Gratis-Kaffee, kein Rabatt, keine Teilnahme an einem Gewinnspiel. Googles Richtlinien lassen keine Bewertungen zu, die durch Anreize erlangt wurden.
- Verschicken Sie keine Massenanfragen über gekaufte Listen oder automatisierte Spam-Nachrichten. Echte, persönliche Anfragen funktionieren besser und entsprechen den Regeln.
- Bitten Sie keine Familie oder Freunde, gefälschte Bewertungen zu schreiben. Google kann ungewöhnliche Bewertungsmuster erkennen und diese gegebenenfalls entfernen.
- Ärgern Sie sich nicht, wenn jemand Nein sagt. Manche Menschen nutzen Google-Bewertungen einfach nicht. Das ist völlig in Ordnung.
Ihr praktischer Tipp zum Mitnehmen
Fangen Sie ganz einfach an: Wenn ein Kunde diese Woche etwas Positives zu Ihnen sagt, versuchen Sie folgendes zu sagen – „Vielen Dank! Würden Sie das vielleicht bei Google hinterlassen? Das hilft kleinen Unternehmen wie uns wirklich sehr." Das ist alles. Kein Druck, keine Belohnung – nur eine ehrliche, herzliche Bitte. Die meisten zufriedenen Kunden helfen gerne, wenn man es ihnen leicht macht.
Wenn Sie Zeit beim Antworten auf Ihre Bewertungen sparen möchten, kann Ihnen ein Tool wie AHA REVIEW helfen, Antworten schnell zu formulieren – damit Sie weniger Zeit mit Schreiben verbringen und mehr Zeit für Ihr Geschäft haben.